Sialuk
Silberwölfin | Heilerin
Beiträge: 778
| Zuletzt Online: 26.12.2025
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Wieder im Lager angekommen, ließ ich mich am Rande zwischen den Bäumen nieder und genoss den Schatten in der Sommerhitze. Mein Blick richtete sich nach oben, zum Blätterdach, durch das vereinzelt Sonnenstrahlen auf mich fielen. Eine leichte Böe kam auf und ich schloss die Augen, ließ den Wind sachte mit meinem Fell spielen.
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Mittlerweile hatte ich eine Beute gefangen, einen kleinen Spatz, und war dabei Federn und Fleisch zu zerrupfen und es mir schmecken zu lassen. Allein. Ungestört. Ungejagt. Mit einem Ort, den ich Familie nennen und zu dem ich jederzeit zurückkehren konnte. Die Geister meiner Vergangenheit konnten mich mal. Oder das war zumindest ein ermutigender Gedanke. Mit diesem im Kopf machte ich mich wieder zurück zum Lager --> Silberwölfe Rudelplatz
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Ich konnte nicht sagen, wie lange ich gerannt war, bis ich schließlich wieder etwas langsamer wurde und dann stehen blieb. Nach Luft schnappte. Meinem galoppierenden Herzen und dem Zwitschern der Vögel lauschte.
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Ich zuckte hoch "Nein!". Eine Höhle. Mein Herzschlag raste und ich musste mehrmals nach Luft schnappen, das Fell nass von Schweiß. Um mich herum Fels, eine Höhle, außerhalb eine Lichtung. Unsere Lichtung. Nur ein Traum. Es war nicht real. Und dennoch konnte ich mich nicht komplett davon überzeugen, denn... selbst wenn Acy, Nali, Tayro und weitere Wölfe noch lebten, nicht jeder hatte es geschafft. Und der Verlust schmerzte. Noch immer. Tief atmete ich ein und schüttelte mich. Nein. Ich würde nicht in Selbstmitleid versinken. Stattdessen musste ich etwas tun. Irgendwas, um meinen Emotionen zu entkommen. Ohne weiter darübernachzudenken, begann ich mich in Bewegung zu setzen. Zuerst langsam, dann immer schneller, bis ich zwischen die Bäume am Rande des Rudelplatzes jagte.
--> Fichtenwald
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Als ich Nalus Bitte vernahm, öffnete ich nochmals die Augen, "Ich kann nichts versprechen, es kann gut sein, dass ich gerade schlafe."
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Nachdem ich noch zwei Maulvoll genossen hatte, verließ ein zufriedenes Seufzen mein Maul. "Das hat gut getan. Jetzt ein kleines Mittagsschläfchen." Der letzte Satz rutschte mir über die Lippen, bevor es mir bewusst war und ich stockte einen Augenblick. Dann räusperte ich mich und setzte erneut an, der Blick von Tayro, zu Zayn und Nalu wandernd. "Falls ihr mich braucht oder ich beginne zu schlafwandeln, bitte weckt mich." Mit den Worten setzte ich mich in Bewegung, in das Innere des Höhlenbaus und rollte mich dort neben der Felsenwand zusammen.
@Nalu @Zayn @Tayro
(etwas spät, aber euch allen auch ein schönes neues Jahr ^-^)
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Als Tayros Stimme neben mir ertönte, wandte ich mich an den Rüden neben mir. Mein Blick glitt kurz zum Federtier, dann wieder zum Rüden. Seine Worte erinnerten mich daran, dass ich seit längerem nichts mehr gegessen hatte. "Wenn du das so anbietest, sage ich nicht nein." Nach diesen Worten riss ich mir mit den Zähnen ebenfalls etwas von dem Fleisch ab und begann genüsslich zu kauen. Danach blies ich eine Feder von meiner Schnauze weg, die dabei hängen geblieben war.
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Ich lächelte sachte, bevor ich Nalu und Zayn einmal umrundete und wieder vor ihnen zum Halt kam. "Ihr beide seht gesund und munter aus. Trotzdem frage ich lieber einmal: Gibt es körperlichen Beschwerden von eurer Seite?"
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Für einen Moment senkte ich den Blick gen Boden. "Wir haben Hunger, Menschen und viele Verluste überlebt. Allerdings..." Meine Lefzen verziehen sich zu einem Lächeln "hat sich unser Rudel dadurch enger zusammengefunden als je zuvor.
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Ich legte den Kopf leicht schief. "Sai, nicht Sia wenn möglich. Aber du lagst knapp dran." Mittlerweile schaffte ich es besser, mit den Erinnerungen an meinen ehemaligen Gefährten umzugehen, doch den Spitznamen 'Sia', den er damals verwendet hatte, würde immer eine negative Note anhaften. Schön, dass du deine Familie wieder sehen konntest, trotz des Trubels, der dort wohl herrscht. Es freut mich ebenfalls, dich wiederzusehen." Für einen Moment überlegte ich, seinen Sohn anzusprechen, beließ es aber dann dabei. Falls er nicht überlebt hatte, wollte ich keine Wunden aufreißen.
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Ich schenkte Nalu ein kleines Grinsen. "Wir sind uns einmal begegnet, nachdem es ein Missverständnis zwischen uns und den Schattenwölfen gegeben hat.
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Ich blinzelte, als der Rüde mich mit meinem Namen ansprach und brauchte ein paar Momente, bis ich eine Idee bekam, mit wem ich es zu tun hatte. Ich wusste doch, dass der Name irgendwie vertraut geklungen hatte. "Ah!" Ich schenkte ihm ein Grinsen. "Du bist von der Reise zu deinem alten Rudel zurückgekehrt?" Hatten sich all die Desaster bei ihnen auch bemerkbar gemacht? Oder war Zayn von seinem hoffentlich angenehmen Aufenthalt zurückgekehrt, nur um festzustellen, dass das ihm bekannte Tal einem dürren Grab gewichen war? Der Gedanke verdunkelte meine Stimmung, aber nur für einen Moment, dann schob ich ihn beiseite.
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Ich wedelte sachte mit der Rute. "Freut mich zu hören, dass es dir soweit gut geht." Dann verzog ich meine Lefzen zu einem Grinsen. "Super. Ich habe gerader schon für Nachschub gesorgt, aber keine Sorge. Ich muss nur schauen, welche Kräuter uns sont gerade fehlen und dann werde ich deine Hilfsbereitschaft voll und ganz ausnutzen, hehe."
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Auf Tayros Versprechen schenke ich ihm ein ehrliches Lächeln, während meine Rute wedelt. "Danke. Das bedeutet uns viel." Dann runzele ich die Stirn und ein Seufzer verlässt meine Lippen. "Wir haben unser Bestes in Bezug auf das Lager gegeben, aber genauso wie das alte wird es nicht mehr sein." Ich beäuge ihn nachdem sein Magen knurrt und nicke. "Das hört sich nach einem guten Plan an." Automatisch lege ich den Kopf schräg. "Dir geht es soweit gut? Keine Beschwerden, um die ich mich als Heilerin..." Es fühlt sich noch immer komisch an, mich als solche zu bezeichnen, selbst wenn mittlerweile schon einige Zeit vergangen ist, seitdem Dawn uns verlassen hat, "...kümmern sollte?" Bevor ich eine Antwort erhalte, nährt sich uns Nalu und ich entgegne ihren Gruß. "Natürlich. Acy befindet sich im Moment auf der Jagd, aber ich schätze, sie wird demnächst zurückkehren."
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Ich schenkte Tayro ein kleines Lächeln und hoffte, es sah nicht so traurig aus, wie es sich anfühlte. "Wenn du dich noch erinnerst, waren Acy und ich losgezogen, um mehr über den Rüden herauszufinden, der Rebell und... kurz überlege ich, doch mir fiel der Name der hellen Wölfin nicht mehr ein. "...eine Fähe angegriffen hatte. Die Fährte hat uns zu den Bergwölfen geführt, wo wir uns getrennt haben um den Wolf zu finden. Ich und... ich glaube ihr Name war Sete fanden und jagten ihn. Für mehrere Tage. Ich weiß nicht, wer von uns als erstes aufgegeben hat, als plötzlich keine Beute mehr aufzutreiben war. Zuerst versuchten wir uns, zusammen zu tun, aber... Ich vermeide, nach hinten zu meiner rechten Pfote zu sehen, wo sich eine neue Narbe abzeichnet. "Es hat nicht funktioniert. Schließlich haben wir uns alle auf getrennte Wege begeben. Auf dem Weg hierher haben Acyra und ich wieder zusammengefunden. Als wir ankamen, war es totenleer. Von den meisten keine Spur. Marek... Meine Augen schließen sich wie von selbst und schüttele mein Haupt, "...war eine halbverweste Leiche, als wir ihn im Birkenwald fanden. Manche kehrten zurück, die meisten hast du schon gesehen. Ansonsten haben wir keine Zeichen anderer ehemaliger Mitglieder gefunden.
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Unter den Wölfen konnte ich unter anderem Dagger, Adria, Bombax und Acy ausmachen. Acy... ich legte den Kopf schief und betrachtete sie genauer. Ihre Haltung. Etwas schien sie zu bedrücken, aber nicht nur. Mein Blick folgte dem ihren zu dem Rüden, der sich neben ihr auf den Boden gelegt hatte. Warte mal. Ich blinzelte. Er kam mir bekannt vor, doch sein Rücken war zu mir gedreht, deshalb konnte ich meine Vermutung nicht bestätigen. Mit neugierig zuckenden Ohren trat ich einen Schritt näher und dann noch einen. In dem Moment entdeckte Acyra mich und rief meinen Namen. Automatisch begann meine Rute zu wedeln, wobei sie kurz stockte, als Acyra den Namen ihres vermissten Gefährten aussprach. Tayro. Das waren ausgezeichnete Nachrichten. Ich freute mich für die beiden, wirklich. Allerdings war mir bewusst, dass ein Wiedertreffen in diesen ungewissen Zeiten und unter den Umständen, unter den sich beiden verloren hatten, auch seine Schattenseite mit brachte. Doch die beiden würden sie meistern, da war ich mir sicher. Wünschte es mir aus tiefsten Herzen. Als Acy sich zur Jagd verabschiedete und kurz den Kopf an mich schmiegte, entgegnete ich die Geste. Zumindest was meine Freundin anbelangte, schreckte ich nicht mehr vor Körperkontakt zurück. "In Ordnung. Ich warte auf dich! Habt eine gute Jagd!" rief ich ihr hinterher. Dann schritt ich in lockeren Gang zu meinem ehemaligen Beta. "Tayro. Gut, dich wieder hier zu haben."
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Mit den Kräutern betrat ich den Rudelplatz und steuerte schnurstracks das Lager in einer der Seitenhöhlen zu und verstaute dort meinen Fund an den richtigen Plätzen. Dann atmete ich einmal durch und trabte wieder hinaus. Erst jetzt widmete ich meine Aufmerksamkeit den anderen Wölfen im Umfeld.
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Was Thymian betrifft, war ich mehr als fündig geworden. Das gleich konnte ich allerdings nicht von den Klettenwurzeln sagen, auch wenn ich gefühlt das ganze Ufer und alle Höhlen, die mir über den Weg gekommen waren, abgesucht hatte. Nur drei Pflanzen. Aber für das Erste mussten diese genügen. Mit dem Fund vorsichtig im Maul machte ich mich auf den Rückweg zum Rudelplatz --> Rudelplatz
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Am Ufer des Silbersees drosselte ich meinen Trab zu einem langsamen Schritt hinunter. Aufmerksam hielt ich meinen Blick auf den Boden und das Gras gerichtet, bevor ich mich auf die Suche machte.
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